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Wesentliche Bestandteile

Wesentliche Bestandteile und Größen fernoptischer Systeme

 

Die meisten Produkte moderner Fernoptik arbeiten nach dem Prinzip des Kepler-Fernrohrs (benannt nach dem deutschen Astronomen Johannes Kepler, 1571 – 1630). Dies heißt vereinfacht, dass jeweils eine Sammellinse (siehe Kap. 2.1.1) in Objektiv (die dem Beobachtungsobjekt zugewandte Seite) und Okular (von lat. oculus, das Auge – die dem Auge zugewandte Seite) eingesetzt wird. Durch das Objektiv wird ein seitenverkehrtes, auf dem Kopf stehendes Bild erzeugt, das durch ein zwischen Objektiv und Okular positioniertes Umkehrsystem wieder aufgerichtet und dem Auge „richtig herum“ präsentiert wird. In der Praxis bestehen die drei optischen Hauptelemente meist nicht aus einer Einzellinse, sondern aus sorgfältig aufeinander abgestimmten Linsen-/Prismen-Gruppen zur Optimierung der optischen Leistung und zur Kompensation von Abbildungsfehlern (siehe auch Kap. 2.5).

 

 

 

Funktionsweise des Kepler-Fernrohrs

 

Dieses Bild basiert auf dem Bild Keplerfernrohr.png  aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Das Bild ist gemeinfrei.

 

Beim Galilei-Fernrohr (benannt nach dem italienischen Physiker, Mathematiker, Philosophen und Astronomen Galileo Galilei, 1564-1642) wird dagegen eine Zerstreuungslinse (siehe Kap. 2.1.2) als Okular verwendet. Das Galilei-Fernrohr erzeugt ohne Umkehrsystem ein seitenrichtiges, aufrechtes Bild. Bei dieser Konstruktion entsteht keine Zwischenbildebene und die Austrittspupille liegt in der Okularlinse. Eine Verlagerung der Austrittspupille nach außen (Brillenträgerokulare,   Zielfernrohre) ist daher nicht möglich. Zudem haben Galilei-Fernrohre ein begrenztes Sehfeld und neigen zu sphärischer und chromatischer Aberration. Sie stoßen bauartbedingt bei 4facher Vergrößerung an ihre Grenzen und werden daher heute hauptsächlich für Theatergläser u. ä. verwendet (es gibt allerdings auch Theatergläser, die auf dem Kepler-Prinzip basieren).

 

 

Funktionsweise des Galileo-Fernrohrs

 

Dieses Bild basiert auf dem Bild Galileo microscopy.png aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Das Bild ist gemeinfrei.

 

Im Fernrohrbau muss die komplexe Aufgabe gelöst werden, das optische System 'Fernrohr' auf das physiologische System 'Auge' abzustimmen. Die Sehachse ist die Verbindungslinie zwischen dem jeweils anvisierten Punkt und der Stelle des schärfsten Sehens im Auge. Die optische Achse dagegen ist die Verbindungslinie der  Mitte aller Linsen in einem optischen System. Sie sollte beim Blick durchs Fernglas mit der Sehachse des Auges zusammenfallen.

 

 

 

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