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Pflege und Aufbewahrung

Pflege und Aufbewahrung

 

Optik, Mechanik und Oberflächenmaterialien der meisten Fernoptik-Produkte sind heutzutage robust und pflegeleicht. Ihre Aufbewahrung, Pflege und Instandhaltung gestalten sich daher weitgehend problemlos. Einige einfache Regeln sollten dennoch beachtet werden. Die Feinmechanik, Linsen und Lagerungen bleiben trotz moderner Herstellungsverfahren, robuster Materialien und sorgfältiger Qualitätskontrolle empfindlich gegen Stoß, Schlag und Fall. Auch Zielfernrohre, die dem Rückschlag von Magnum-Kalibern standhalten, können durch starke seitliche Beschleunigungskräfte, insbesondere punktuell wirkende, Schaden nehmen. Alle Fernoptik-Produkte sind daher grundsätzlich pfleglich und sorgsam zu behandeln. Zum Schutz der besonders exponierten Linsen sind, wann immer möglich, Objektiv- und Okularschutzkappen zu tragen und das Gerät sollte in der meist mitgelieferten Tasche aufbewahrt werden.    

 

Optische Oberflächen, insbesondere vergütete, müssen von Schmutz, Öl und Fett freigehalten werden. Finger gehören nicht auf Okulare und Objektive.

 

Ein noch größerer Feind der Linsen ist der Staub, der zudem auf fettigen Finderabdrücken besonders guten Halt findet. Staubpartikel können Linsen auf Dauer großen Schaden zufügen, insbesondere wenn trocken gereinigt wird und zudem noch Druck auf die Oberflächen ausgeübt wird. Durch „Putzen“ mit den Fingern oder Taschentüchern werden die Staubpartikel auf der Linsenoberfläche verrieben. Zunächst entstehen dadurch nur ein paar unsichtbare oder harmlos erscheinende Kratzer. Bei fortdauernder Falschbehandlung dieser Art entstehen jedoch Spuren, denen auch beste Glasqualitäten und Vergütungen nicht gewachsen sind und die die Bildqualität deutlich verschlechtern. Dem Schutz vor Staub sollte also höchste Beachtung zukommen. 

 

 

 Handelsüblicher Optikpinsel. Quelle: Eigene Aufnahme.




Entfernung von Staubpartikeln mit einem Optikpinsel. Besser kann man die Pflege des Zielfernrohrs kaum beginnen.
Quelle: Eigene Aufnahme; Objektiv des LUGER JAGD-NA 8x56.



Es empfiehlt sich, gröbere Partikel zunächst mit einem Optikpinsel von den Linsen zu entfernen und dann mit einem weichen Tuch (Optiktuch) leicht nachzureinigen.  Geeignete Flüssigkeiten sind Optiksprays oder Äther. Sie sollten nicht direkt auf die Linsen gesprüht werden. Besser wird das Tuch leicht angesprüht, dann wird die – zuvor von Staubpartikeln befreite – Fläche leicht und in kreisenden Bewegungen schonend von Rückständen befreit. Es kann durchaus ausreichend sein, die Linse anzuhauchen und mit einem weichen Tuch leicht abzuwischen.

 

Große Aufmerksamkeit sollte dem Schutz vor Feuchtigkeit geschenkt werden. Sie kann, trotz aller werkseitigen Schutzmaßnahmen, dem Glas schaden, da Wasserdampfmoleküle langfristig auch die beste Fernrohrdichtung durchdringen. Im schlimmsten Fall kann es innerhalb des Glases zu Schimmelbildung kommen, die die Optik praktisch unbrauchbar macht. Es sollte deshalb vermieden werden, das Glas in feuchtem Zustand aufzubewahren. Oberflächliche Feuchtigkeit ist schonend zu entfernen, insbesondere von den Linsen und den Stellen, die Angriffspunkte für das Eindringen von Feuchtigkeit bieten. Das Glas sollte an einem gut belüfteten Ort gründlich trocknen. Bei der anschließenden Lagerung in verschlossenen Behältern (Waffenschrank, Safe, Tragetasche) ist der Einsatz handelsüblicher Trockenmittel hilfreich.   

 

Unsachgemäße Behandlung und Reinigung führen dazu, dass die Transmissionsleistung des optischen Systems deutlich verringert und der Falschlichtanteil erhöht wird (Falschlicht ist Streulicht, das durch defekte Linsen oder Fassungen verursacht wird und das reale Bild überlagert). In der Folge verschlechtert sich auch der Kontrast, so dass insgesamt eine merkliche Minderung der Bildqualität und damit natürlich des Seherlebnisses eintritt. Sachgemäße Behandlung, Pflege und Aufbewahrung sind also notwendige Maßnahmen zur Erhaltung der optischen Leistungsfähigkeit eines Fernglases, Spektivs und Zielfernrohrs.

 

Gummiarmierungen haben sich für den Außenschutz von Fernrohrkörpern als besonders geeignet erwiesen. Sie verhindern nicht nur störende Klappergeräusche, sondern sorgen durch ihre Griffigkeit auch für angenehme Handlichkeit. Ihrem Namen zum Trotz bestehen Gummiarmierungen meist nicht aus Naturgummi, sondern aus Kunststoffen – die erhebliche Qualitätsunterschiede aufweisen können. Beschaffenheit und Güte eines hochwertigen Kunststoffes müssen wie selbstverständlich das Empfinden vermitteln, dass er sich gut anfasst und einen angenehmen Kontakt zum Gerät herstellt. Bei extremen Temperaturen muss er seine Eigenschaften weitestgehend beibehalten, darf sich bei Kälte also nicht kalt und steif, bei Hitze nicht weich oder gar klebrig anfühlen. Zudem muss das Material UV-beständig sein und eine hohe Widerstandskraft gegen den aggressiven Handschweiß besitzen. Ähnliche Forderungen sind an Beschaffenheit und Eigenschaften der Okularmuscheln zu stellen, deren Beanspruchung durch den Kontakt mit Körperflüssigkeiten häufig unterschätzt wird.

 

Gehäuse und Gummiarmierungen können, sofern dies überhaupt notwendig ist, mit handelsüblichen Reinigungsmitteln für das jeweilige Material behandelt werden. Dadurch bleiben sie in einem ansehnlichen und funktionstüchtigen Zustand.

In jedem Fall sollte man zunächst mit schonendem Abwischen beginnen, bevor Reinigungsmittel verwendet werden. Auf keinen Fall darf mit starken, scharfen Mitteln gearbeitet werden. Oberflächen, insbesondere mattierte, werden dann leicht unansehnlich und verlieren ihre schützenden Eigenschaften.

 

 

Quelle: LUGER Katalog; Abbildung zeigt ein LUGER DX 8 x 42 Fernglas.


Okular- und Objektivschutzkappen stellen eine sinnvolle Schutzmaßnahme gegen mechanische Beschädigungen und das Eindringen von Staubpartikeln und Feuchtigkeit dar. Wenn Ferngläser richtig behandelt, gepflegt und aufbewahrt werden, bleiben sie für viele Jahre in einem ansehnlichen und funktionstüchtigen Zustand.


 

 

 




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