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Alleskönner in der Fernoptik?

Gibt es Alleskönner in der Fernoptik?

 

Die Frage nach dem „Mädchen für alles“, dem „Allroundtalent“ oder „Alleskönner“ stellt sich bei vielen technischen Geräten, von denen eine große Verwendungsbreite erwartet wird. Auch bei Ferngläsern, Spektiven und Zielfernrohren sucht man nach dem Universalglas. Diese Thematik wurde in den vorhergehenden Kapiteln bereits berührt. Dabei wurde klar, dass es eine Lösung, die alle Einsatzbereiche optimal abdeckt, nicht geben kann. Zu widersprüchlich sind die Anforderungen gegenüber den optisch-physikalischen und wirtschaftlichen Zwängen. Lichtstärke verlangt nach einem großen Objektivdurchmesser, der mit geringem Gewicht und Platzbedarf nicht zu vereinbaren ist. Taschengläser sind leicht und kompakt, stoßen aber in der Dämmerung schnell an ihre Grenzen. Hochwertige Linsen, Prismen und Mechanik gibt es nicht zum Billigpreis.

 

Trotz dieser gegensätzlichen Positionen gibt es bei Ferngläsern, Zielfernrohren und Spektiven eine Mittelklasse, die aufgrund ihrer ausgewogenen Eigenschaften einer Universallösung recht nahe kommt. Jäger bezeichnen die Ferngläser dieser Gruppe gerne als „Pirschgläser“.

 

Gemeint sind leichte, handliche Gläser mit Objektivdurchmessern im Bereich um 40 mm. Sie bieten aufgrund ihrer beachtlichen optischen Leistungsfähigkeit, die gepaart ist mit akzeptablem Gewicht und relativ bescheidenen Abmessungen, eine erstaunliche Vielseitigkeit. Zwar können sie in der Disziplin „Kompaktheit“ nicht mit Taschengläsern und in der Dämmerungsleistung nicht mit Nachtgläsern konkurrieren, liefern aber in vielen Einsatzbereichen zufriedenstellende oder gar sehr beachtliche Leistungen. Ein gutes Beispiel ist das oben schon erwähnte LUGER DX 8 x 42 mit einer Austrittspupille von 5,25 mm, einem Sehfeld von 114 m und einer Dämmerungszahl von 18,3. Das wasserdichte Dachkantglas bietet diese beeindruckenden optischen Daten bei einem Gewicht von nur 624 g und einer Bauhöhe von 14,4 cm (zum Vergleich ein 9 x 63: 1280 g, 27 cm). 

 

 

 

 

Das schon an anderer Stelle hervorgehobene LUGER DX 8 x 42 kommt der Realisierung  eines „Alleskönners“ sehr nahe.

Quelle: LUGER Katalog


 

Bei den Spektiven sind es die mittleren Objektivdurchmesser (50 - 60 mm) und  Vergrößerungsbereiche (etwa 15fach - 60fach), die eine gesunde Mischung aus optischer Leistung, Gewicht und Abmessungen bieten. Als Beispiel sei hier das LUGER XC genannt, das über ein 50-mm-Objektiv verfügt, 15 - 45fache Vergrößerung bietet und bei einer Länge von 26 cm nur 660 g wiegt. Bei der geringsten Vergrößerungseinstellung hat es die für ein kompaktes Spektiv beachtliche Austrittspupille von 3,33 mm, so dass es bis in die beginnende Dämmerung hinein eingesetzt werden kann. Es ist somit optisch leistungsfähig, leicht, handlich, bequem zu verstauen und zu transportieren. Damit können viele Einsatzbereiche abgedeckt und viele Anforderungen erfüllt werden.

 

 

 

Auch bei den Spektiven ist es die attraktive Mittelklasse, die ansprechende „Allround“-Eigenschaften aufweist. Abb.: LUGER XC 15 - 45 x 50.

Quelle: LUGER Katalog


Auf die Komplexität der Entscheidung für das richtige Zielfernrohr und das Thema „Universalität“ wurde in Kapitel 4 bereits eingegangen. Auch bei den Zielfernrohren  stellt die Mittelklasse, die bei Objektivdurchmessern von 40 - 50 mm, höchstens aber 52 mm angesetzt werden kann, für die meisten Bedingungen eine gute Wahl dar. Neben den guten optischen Kenndaten können diese Gläser auch im Bereich „Ästhetik“ überzeugen, da ihre Abmessungen als moderat zu bezeichnen sind und die meisten „einfach gut aussehen“. Das LUGER CL 1,5 – 6 x 42 wird wegen seiner guten Allround-Eigenschaften nicht umsonst als „Arbeitstier“ bezeichnet. Es ist ein leichtes, kompaktes Zielfernrohr mit einem größten Sehfeld von fast 20 m und einer Dämmerungszahl von knapp 16, so dass es bis in die Dämmerung hinein bei Pirsch und Ansitz brauchbar ist. Die niedrigste Vergrößerungseinstellung von 1,5fach sorgt in Verbindung mit dem markanten Absehen dafür, dass es gegebenenfalls auch bei einer Drückjagd gute Dienste leistet.

 

 


 

Vertreter der leistungsstarken und ausgesprochen preisgünstigen Mittelklasse: Links das LUGER CL 1,5 - 6 x 42, rechts das LUGER EU 1,5 - 6 x 44.

Quelle: LUGER Katalog



 

Interessenten, die die vorwiegenden Einsatzbedingungen ihrer Fernoptik genau abgrenzen können, werden problemlos die Gewichtungen festlegen können und den passenden „Spezialisten“ schnell finden. Wer aber mehrere Einsatzbereiche unter stark unterschiedlichen Bedingungen abzudecken hat, oder einfach „für alle Fälle gerüstet“ sein will, ist mit der Mittelklasse meist sehr gut bedient.

 

 

Es leuchtet ein, dass gerade bei den Multitalenten hochwertige Optik entscheidend ist, da dadurch ihre Vorzüge voll zur Geltung kommen und die in den technischen Daten begründeten Schwachpunkte gegenüber den Spezialisten abgeschwächt werden.

 

 



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